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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Clausthal-HKB und zurück

Aufbruchszeit14.March 2020, 08:24
Ankunftszeit14.March 2020, 16:00
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km23
Höhendifferenz1000
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Bei schönem Spätwinter- (oder schönem Vorfrühlings-)wetter bin ich mit Matze nach Clausthal gefahren, um eine Wanderung von Clausthal zur HKB und zurück zu unternehmen. Wir starteten an einem kleinen Parkplatz zwischen den Kleingärten am Johann-Friedricher-Tankstelle und Harro (Shell-Tankstelle). Die Wegführung folgte in ziemlich direkter Linie der Luftlinie zur Hanskühnenburg (blaues Dreieck). Wir überquerten den Mühlenberg, stiegen hinab zu den Bächen, die in den Pixhaier Teich hineinfließen, wieder ein Stück bergauf, passierten den Nassewieser Teich und erreichten so den Kehrzug. Nach der Doppelkurve der Kehrzugstraße fand ich leider nicht die ideale Schneise hinab ins Riefensbeektal (es gehen einfach zuu viele Schneisen in diese Richtung), und wir mussten bei einigen querliegenden Bäumen mühsam nach Süden queren, bis wir eine geeignete Schneise fanden. Am Ende mussten wir weglos zum nächsten breiten Querweg absteigen. Dann fand ich aber problemlos den weiteren direkten Abstieg zum Riefensbeek. Etwas Entspannung gab es dann auf der Forststraße im Tal. Vor der Kreuzung in der kleinen Scharte vor dem Kleinen Mittelberg wurde der Weg zunehmend matschiger. Wir überquerten den Kleinen Mittelberg und mussten uns dann weglos hinunter zur Söse durcharbeiten. Auch hier behinderten wieder die Reste der Baumschubser unseren Weiterweg. Matze staunte nicht schlecht, als wir die Söse überquerten, auf der anderen Seite ein kurzes Stück Forststraße gingen und dann gleich wieder weglos zum nächsten Berg aufstiegen. Über den Funkumsetzer stiegen wir sehr steil zum Bösenberg auf. Am Rande einer Jagdlichtung machten wir kurz in der Sonne Pause. Es folgte mein Lieblingsabstieg in diesem Gebiet: Durch den lockeren Buchenwald zur Kleinen Molle, dort furten, und dann wieder steil zum Kleinen Breitenberg hinauf. Oben angekommen kurzes Verschnaufen auf dem Forstweg, dann aber nochmals *plopp* und wir waren oben am Hanskühnenburgfels. Diesen erklommen wir natürlich auch noch. Die Aussicht war mäßig, reichte aber noch locker bis Osterode und die Hügelketten dahinter. An der Hanskühnenburg konnten wir eine Pause mit Weizenbier in der Sonne genießen. Damit haben wir wahrscheinlich die letzte Möglichkeit erwischt, vor dem Ausbruch der Corona-Epidemie ein Bier in einer Harzer Wandergaststätte zu trinken! (ich schreibe diese Zeilen am 21.März, Niedersachsen hat ab heute das permanente Schließen von Gaststätten angeordnet)
Nach der Pause war meine Idee, ohne Querfeldeinpassagen nach Clausthal zurückzuwandern. Das wurde aber erschwert durch die massiven Verwüstungen, welche die Forst im Gebiet zwischen Söse und Acker angerichtet hat. Ein Stückchen vor dem Zusammenfluss von Kleiner und Großer Molle war der Weg nicht mehr passierbar, überall lagen abgesägte Baumstämme auf dem Weg. Dazu kam, dass einige Forstwegkreuzungen knöcheltief mit Morast und Schlamm bedeckt waren. Das war alles ziemlich übel. Oben am Eichelnbergsattel entdeckten wir dann den Hinweis auf die Sperrung, der aber so blöd angebracht war, dass ein Ortsfremder damit nichts anfangen konnte und dennoch in die Sperrung hineinlaufen musste.
Unsere Stiefel wussten jedenfalls eine Geschichte zu erzählen! Insbesondere Matzes, denn die waren erst frisch gewaschen! :-D Der weitere Rückweg klappte dann aber ganz gut, bis auf etwas Matsch am Kleinen Mittelberg und einigen querliegenden Bäumen auf der Kehrzug-Schneise. Am Ende des Tages hatten wir 1000 Höhenmeter absolviert, bei wahrlich nicht einfachen Wegverhältnissen.


Letzte Änderung : 17-Nov-2020
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