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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Hils-Biwaktour Tag 2

Aufbruchszeit15.November 2020, 08:11
Ankunftszeit15.November 2020, 15:30
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km23
Höhendifferenz420
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Die Nacht habe ich relativ gut geschlafen. Kurz nach zehn wurde ich durch Motorengeräusche geweckt. Zwei junge Pärchen kamen mit ihrem Pkw zum Aussichtsturm hochgefahren und erklommen diesen. Zum Glück kamen sie nicht auf die Idee, in die Hütte zu kommen, so wurde ich von einem peinlichen nächtlichen Besuch verschont. Aber ich muss auch bemerken, dass das nach den Erlebnissen im Odenwald (Marco Marco! und schlechter Gangsta-Rap) fast schon harmlos war.
Aufstehen gegen sieben. Im Osten war eine grandiose Rotfärbung zu sehen, also fix den Aussichtsturm erklommen, um das Farbenfeuerwerk des Sonnenaufgangs zu fotografieren. Hat sich wirklich gelohnt! Nach dem Frühstück in Ruhe alles gepackt und kurz nach acht aufgebrochen. Abstieg auf gemütlichen Waldwegen/Fahrstraßen zu den Ithwiesen. Diese lagen im milden Morgenlicht vor mir, das war schon ein tolles Erlebnis. Der Weg über die Wiesen gewann immer mehr an Höhe, und so konnte ich das Tal in Richtung Capellenhagen gut einsehen. Nach Umgehung des Flugplatzes wandte sich mein Weg nach links. Kurzer Stopp am Denkmal eines Helikopterabsturzes, danach Eintauchen in den Wald, um zu den Holzener Klippen zu gelangen. Zunächst fand ich auf Höhe der Bärenhöhle einen frei stehenden Felsturm vor, im Ith eigentlich eher eine Seltenheit. Im Anschluss musste ich mich eine matschige Schneise hochquälen, um zum Kelchstein zu gelangen. Nette Location, hat etwas mystisches. Danach am Fuße der Klippen in Richtung Hils weiter. Stellenweise war es nicht ganz einfach, unter dem Herbstlaub den Weg zu finden, manchmal war es auch auf dem Laub sehr rutschig. Spannend wurde es an der Rothesteinhöhle. Der Pfad am Fuße der Klippen endete dort, ich musste ein Stockwerk höher. Ich folgte dem Pfad zur Rothesteinhöhle (fast schon UIAA I!), bog aber vor der Höhle rechts ab. Ein enges Wurmloch führte mich durch einen Felssporn. Der Durchschlupf war so eng, dass ich den Rucksack abnehmen musste, eine mühsame Aktion. Hinter dem Durchschlupf ein Felsenbalkon in der Sonne. Nett! Doch es ging noch weiter. Scharf rechts ein erklimmbarer Felsblock, danach eine steile Rinne hinauf zu einem Mini-Ausstiegskamin. Das ganze grenzte schon an UIAA II, war aber eine anregende Kletterei, und ich hatte so den Pfad oberhalb der Klippen erreicht und konnte die Wanderung bequem fortsetzen. Nach einem weiteren Taleinschnitt kam der östlichste Teil der Holzener Klippen. Hier war auch schon reger Kletterbetrieb, der Parkplatz konnte also nicht mehr weit sein! :-)
Der Parkplatz war dann auch tatsächlich bald erreicht, ich wechselte auf eine Forststraße im feuchten Talgrund des Siebenbachs und stieg kontinuierlich zum Roten Fuchs (Passhöhe zwischen Grünenplan und Holzen) auf. Kurz vor der Passhöhe ein ausgeholztes Stück Fichtenwald in der Mittagssonne, na da mach ich doch mal Pause! Danach nur noch wenige Meter steil bergauf, und ich war am Roten Fuchs. Die Straße tangierte ich nicht einmal, es ging auf dem Langen Weg in Richtung Grünenplan weiter. Die langweilige Forststraße währte aber nur ca. 2 Kilometer, dann begann rechts die Ä-Schneise. Ok, den Namen habe ich mir ausgedacht, aber die Förster hatten an eine Fichte am Beginn der Schneise ein großes Ä gesprüht! Und ich hatte zwischendurch auf der Schneiser ab und zu den Gedanken: Äh, jetzt echt? Nein, die Schneise war eigentlich ganz ok, aber hin und wieder ziemlich morastig. Aber die Wegführung war sehr konsequent und endete an der aussichtsreichen Schneppelhütte oberhalb von Grünenplan.
Am Rand von Grünenplan setzte jetzt ein wirklich fantastischer Pfad an, der mich hinunter zum Glasebach führte, und auf der anderen Seite wieder steil bergauf zur Von-Langen-Straße. Ein Stück Forststraße, dann Wechsel auf eine lange Schneise, die mich hinauf zum Hilskamm brachte. Dem Hilskamm brauchte ich dann nur noch ostwärts zu folgen, er brachte mich auf kürzestem Weg zurück zum Auto nach Delligsen. War eine tolle, aber in Teilen auch sehr anstrengende Biwakwanderung. In Summe kam ich auf 49 Kilometer und ca. 1.500 Höhenmeter.


Letzte Änderung : 17-Nov-2020
Copyright Jens Köhler, Wolfsburg, Obere Dorfstraße 10d