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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Brockenwanderung nach Regenwoche

Aufbruchszeit6.February 2021, 08:40
Ankunftszeit6.February 2021, 15:30
KategorieSchneeschuhtour Schneeschuhtour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km25
Höhendifferenz940
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

In den vergangenen Tagen schwächelte der Winter etwas, und auch im Hochharz vernichtete der Regen viel Schnee. Dennoch wollte ich probieren, ob eine Schneeschuhtour auf den Brocken möglich war und sogar Spaß macht. Nun ja, am Ende ist es eher eine Arbeitstour geworden, Ich fuhr nach Ilsenburg und konnte am frühen Morgen noch einen kostenlosen Parkplatz am Blochhauer ergattern. Ein kurzes Stück Straße, dann hinauf zur Bäumler Klippe, das ganze bei leichtem Schneefall. Das Ilsetal war allerdings nur ganz leicht überzuckert. Nach der Bäumler Klippe weiter auf dem Borkenkäferpfad, der ja laut Nationalpark nicht mehr begangen werden soll wegen der massiven Waldschäden und der daraus resultierenden Gefahren. Nun, davon konnte ich nichts feststellen, der Weg war sogar gepflegter als der Weg zur Bäumler Klippe, wo eine große Buche quer über dem Weg lag und sehr anstrengend überstiegen werden musste. An der Froschklippe erste Schneereste. Geradeaus weiter ging es zum Forstweg, über den ich zur Ernstburg gelangte. Nun etwas langweilige Strecke bis zum Kruzifix, eine einsame Wanderin traf ich hier oben bei sehr trübem Wetter. Hinter dem Kruzifix war nicht mehr geräumt, und der vereiste Altschnee in Richtung Bärenhöhle wurde immer mühsamer. Hinter der Bärenhöhle bis zur Rangerstation Scharfenstein konnte ich sogar die Schneeschuhe tragen (viel Krach auf dünnem Altschnee). Ab Scharfenstein in Richtung Eckertal war eigenartigerweise sogar geräumt, allerdings nur für ca. 300 Meter. Danach kam 'Weder Fisch noch Fleisch'-Schnee, soll heißen, zu viel, um mühelos ohne Schneeschuhe zu laufen, aber zu wenig, um die Schneeschuhe tragen zu können. Erst nach einem knappen Kilometer wurde diese Altschneedecke so hoch, dass sich die Schneeschuhe lohnten. Kurz vor Erreichen der Ecker plötzlich plopp, und ich war auf dem Brockengipfel. Puh, das war ein unangenehmes Wetter. Von den Bahnschienen bis zum Gipfel musste ich gegen den eiskalten Ostwind laufen. Zusammen mit der Erschöpfung (Unterzucker?) führte die Kälte dazu, dass ich beim Bewegen der Arme ein eigenartiges gelbes Nachleuchten sah. Hmm, mal besser schnell in das Wolkenhäuschen und etwas verschnaufen. Nach der Pause dann wieder zurück ins Ilsetal. Kurz vor den Bahnschienen - plopp - und ich war an der Stempels Buche. Der Abstieg ging problemlos. Der weitere Rückweg war nicht weiter erwähnenswert. Der schmale Pfad an den Ilsefällen war offenbar wegen Vereisung gesperrt. Die Esel am Waldhotel waren bei der Kälte auch sehr lethargisch und hatten kaum Lust, an meiner Jacke zu knabbern. Auf ihre Art war diese Tour erfolgreich, litt aber unter dem besonders schlechten Altschnee in den Höhenlage zwischen 750 und 1000 Metern. Nur die oberste Schicht war durchgefroren, darunter war noch nasser Schnee, der mit viel Kraft verdichtet werden musste.


Letzte Änderung : 31-Dez-2020
Copyright Jens Köhler, Wolfsburg, Obere Dorfstraße 10d