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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Stöberhai-Überschreitung

Aufbruchszeit13.February 2021, 09:05
Ankunftszeit13.February 2021, 14:14
KategorieSchneeschuhtour Schneeschuhtour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km11
Höhendifferenz450
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Gut vier Jahre nach der legendären HTG-Schneeschuhwanderung auf den Stöberhai im Januar 2017 wiederholte ich diese Tour mit Silke, ihrem Sohn Marlon und Dagmar. Dieses Mal fanden wir einen Parkplatz an der Erikabrücke, wobei ich mich frage warum der alte Weg über den Zeltplatz überhaupt geräumt wird. Aber egal. Es war eine bitterkalte Nacht, wir brachen an der Erikabrücke bei klirrend kalten -18 Grad auf. Marlon preschte auf dem ungespurten Fahrweg längs des Stausees mit irrem Tempo voran, wir hatten Mühe, den Anschluss zu behalten. Am Thenbeeks-Eck ein erster Einstieg in den Kamm, bis mir ein Blick auf das Garmin verriet, dass ich eine Halbinsel zu früh aufsteigen wollten. Es folgten also noch weitere zwei Kilometer, dann standen wir aber auf der markanten Halbinsel des Herzbeeks-Eck und konnten auf den zugefrorenen Oderstausee blicken, im Hintergrund der Kummel-Berg mit dem (leider geschlossenen) Bismarck-Turm. Nach einer kurzen Pause begann jetzt die eigentliche Bergtour auf den Stöberhai. Dagmar und Silke waren manchmal entsetzt, wenn nach einer Kuppe der nächste steile Aufstieg in Sicht kam, aber es schlugen sich alle tapfer, ich übernahm die Spurarbeit an der Spitze, und so erreichten wir in einer guten Zeit den Jagdkopf in gut 700 Metern Höhe. Nun war es nur noch ein gemütlicher Höhenspaziergang zur Schutzhütte auf dem Stöberhai-Gipfel. Dort machten wir in der Sonne eine lange Pause, bis wir uns wieder an den Abstieg machten. Wir überquerten das Gelände des ehemaligen Abhörpostens, ehe es nach Norden steil hinab ging in den Sattel zwischen Stöberhai und Großem Espentalskopf. In diesem Stück des Abstiegs hatten wir herrliche Verwehungen, auf denen wir mit den Schneeschuhen entlanglaufen konnten. Wir waren tatsächlich die ersten, die diesen Weg nach den starken Schneefällen benutzten. Überhaupt trafen wir auf dieser Tour nur acht Personen! Versuch das mal bei dem herrlichen Wetter im Brockengebiet! :-D
Unten im Sattel trafen wir drei Wanderer mit Startnummer. Ohne Schneeschuhe quälten sie sich den Weg entlang, sie waren Wander-Teilnehmer der Brocken Challenge, einer jährlich im Februar stattfindenden Laufveranstaltung von Göttingen zum Brocken. Bis zum Beginn des Großen Espentalskopfs stampften wir für die drei eine bessere Spur, dann mussten wir aber über eine Schneise zum letzten Mal für heute bergauf. Auf dem Großen Espentalskopf noch einmal herrlichstes Schneeschuhgelände, schöne Aussichten auf den Hochharz, und ganz zum Schluss, am nordöstlichen Ende des Großen Espentalskopfs, das beste Panorama des Tages. Dem schloss sich der steile Abstieg in direkter Falllinie ins Odertal an. Marlon und ich hatten richtig viel Spaß, Silke und Dagmar zeigten ihre Freude nicht direkt oberflächlich, sondern bewahrten es sich bis zum Ende des Abstiegs auf, bis sich ihre Freude in überschwänglichen Worten Bahn brach. :-) Zu der Rückfahrt schreibe ich besser nichts, sondern fasse sie eher mit den Worten 'Wes Brot ich ess des Lied ich sing' zusammen. :-D


Letzte Änderung : 31-Dez-2020
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