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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Graupelige Dormwanderung

Aufbruchszeit5.April 2021, 15:00
Ankunftszeit5.April 2021, 17:30
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km10
Höhendifferenz195
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Weitere Einzelheiten zur Tour

Der Vormittag war vom Wetter leider unbrauchbar, sowohl daheim als auch im Harz. So beschloss ich, nach dem gestrigen Familientag lange auszuschlafen und mal zu schauen, ob am Nachmittag was ginge. Gegen 15 Uhr stellte sich dann eine Wetterberuhigung ein, allerdings war immer noch bestes Aprilwetter: Also die Regenjacke musste mit! Ich parkte in Groß Steinum am Fuße des Dorm und wanderte zunächst am Waldrand in Richtung Großsteingrab. Dieses lag sehr pittoresk in der Nachmittagssonne und leuchtete farbenprächtig. An der Waldecke scharf rechts und dann die dahinter liegende Wiese mäßig steil empor. Die Sonne verschwand, und von Nordwest kam eine dunkle Wolkenwand hereingezogen. Hmm, mal sehen, was das so bringt! :-)
Am höchsten Punkt der Wiese angekommen dann rechts abgebogen und steil abwärts in Richtung Nordwest. Links tat sich ein niedliches Bachtal mit Bärlauch und Lerchensporn auf. Der Himmel sandte mir dazu eine ordentliche Portion Graupel hinab. Kurz überlegte ich, ob ich im Windschatten einer massiven Buche Schutz suchen sollte, aber dann sagte ich mir, dass ich da jetzt durch müsse. Und der Graupel prasselt sowieso ab. So ging es also weiter, eine kleine Weile mit Graupen von schräg vorn. Bei zwei auffällig mit Efeu überwucherten Buchen verließ ich den Weg und suchte mir einen eigenen Pfad den Fuchsberg hinauf. Ich gelangte an eine quer zum Hang verlaufende Schlucht, und jetzt legte der Graupel so richtig los. Leider hatte ich die Trekkingstöcke im Auto gelassen. Schade, hier wären sie bergauf hilfreich gewesen, So trat ich Stufen in den lehmigen Gegenhang der Schlucht und erklomm so den Fuchsberg (hätte nicht gedacht, dass ich hier so viel Spaß haben würde ;-) Nach kurzer Zeit erreichte ich eine bequeme Schneise, der ich bis auf die Kammhöhe des Fuchsberges folgen konnte. Oben dann links abbiegen in Richtung Beienrode. Der Graupel war mittlerweile in Schnee übergegangen, und der ganze Wald war leicht überzuckert. Sah sehr schön aus. Nach weiteren zehn Minuten kam wieder die Sonne raus, der April machten seinem Ruf heute wirklich alle Ehre. Ich setzte den Weg in Richtung Kalischacht Beienrode fort, bog dann aber kurz vor Erreichen des Waldrandes nach rechts ab. Ich fand einen schönen Pfad entlang eines uralten Buchenbestandes mit rieseigen Baumexemplaren. Weiter unten fand ich einen kleinen Hügelkamm, dessen Anfang durch einen großen Buchenvierling markiert wurde. Im letzten schmelzenden Schnee wuchs junger Waldmeister, beschienen von der wärmenden Frühlingssonne. Der richtige Zeitpunkt, um meine Lockdown-Sicherheitshalbe zu öffnen. Nach zehn Minuten stieg ich hinab zur Schneise und folgte dieser eine Weile. Über einen ausgiebigen Bogen nach Ost wanderte ich zurück zum Heineberg, kam dabei noch an einem mangrovenartigen Tümpel vorbei und genoss kurz vor dem Heineberg noch den schmalen Pfad durch den Kiefern-Mischwald mit Blick auf Elm und Klein Steinum. Es war zwar ein sehr markantes Wetter, aber letztlich war es die richtige Idee, sich noch einmal aufzumachen.


Letzte Änderung : 31-Dez-2020
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