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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Durch die Sülzhayner Berge

Aufbruchszeit25.April 2021, 09:45
Ankunftszeit25.April 2021, 16:05
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km20
Höhendifferenz880
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Nach der Südharzwanderung vom Vortag hatte ich noch nicht genug, heute wollte ich mit Ralf das Gebiet zwischen Rothesütte und Sülzhayn im thüringischen Harz etwas genauer erkunden. Die Anfahrt war etwas eigenartig, an der Bastesiedlung hatte ich eine eigenartige Begegnung mit einer Zivilstreife (Stopp-Kelle gezeigt bekommen, ohne rausgewunken zu werden). Das hat mich dann erstmal eine Weile beschäftigt, ehe die Wanderung so richtig Spaß machen konnte. In Rothesütte angekommen zunächst über das immer wieder schöne Hellental in das Fuhrbachtal bzw. Steinmühlental. Ralf hatte die dortigen Felsen noch nie gesehen und wollte mal schauen, wie das, was sein Kletterführer beschrieb, in Wirklichkeit aussah. Ja, dort dürften tatsächlich einige schöne Klettertouren möglich sein, allerdings dürften die Zustiege aus dem Talgrund extrem anstrengend sein!
Nachdem wir uns alle Felsen angeschaut hatten, ging es die verlorene Höhe wieder hinauf, und zwar zum ca. 550m hohen Stehlenberg. An der Schutzhütte eine Frühstückspause, die Aussicht auf das südliche Harzvorland war sehr schön und reichte tief nach Thüringen hinein. Der Übergang zum Heiligenberg war dann sehr kraftraubend, erst in das Wernatal hinunter, dann alles wieder bergauf. Dafür lernten wir die Friedhofsbuchen kennen, jedenfalls nannte Ralf die kleinen Buchensträucher, die durch den Wildverbiss entstehen, so. Auf dem Heiligenberg noch einmal eine kleine Pause. Von der Aussichtsbank erklommen wir den Heiligenberg selbst auch noch, oben eine herrliche Frühlingsatmosphäre mit all dem sprießenden Bingelkraut. Danach steil hinab nach Sülzhayn, an einer mir bereits wohlbekannten Klippe vorbei. Unten angekommen wandten wir uns nordwärts und folgten der Straße ein bisschen. Hinter dem letzten Haus der Dorfbebauung links zweigte ein vergessener Pfad in Richtung Sülze ab. Dieser brachte uns zu einem sehr schwingfreudigen Steg über das kleine Flüsschen, drüber ging es auf schmalem Pfad weiter in Richtung Grube. Diese kleine Siedlung umrundeten wir westliche, dann begann es mäßig steil zur ehemaligen Heilanstalt am Steierberg hinaufzugehen. Über die Zufahrtsstraße erreichten wir den langsam in sich zusammenstürzenden Gebäudekomplex, wo irgendwelche Leute gerade Filmszenen mit ihren Autos gedreht hatten. Wir verließen den leider stark zugemüllten Platz und stiegen nun am Südosthang des Kleinen Steierbergs weiter bergauf. An einem Betonsockel machten wir eine kleine Mittagspause. Oberhalb unseres Pausenplatzes türmten sich hohe Klippen auf, darunter eine Blockhalde. Da mussten wir natürlich nach der Pause rauf. Der Aufstieg hatte es in sich, und wir kamen ordentlich ins Schwitzen, ehe wir den Gipfel des Kleinen Steierbergs erreichten. Danach ging es auch schon wieder steil bergab in den Steierbergsattel (den hab ich mal so genannt!). Doch gleich ging es auf der anderen Seite wieder bergauf, steil hinauf zum Großen Steierberg. Auf halber Höhe Pause an der Kuckucksklippe (oder Kuckucksstein?) mit kurzer Klettereinlage. Dann weiter zum Gipfel. Durch das Abholzen des Fichtenwalds im nördlichen Gipfelbereich hatten wir eine fantastische Aussicht auf den kompletten Hochharz, von Hohnekamm im Osten bis zum Bruchberg im Westen. Sehr sehr lohnenswert!!
Zum Schluss der Tour machten wir noch einen Schlenker nach Westen zum Ehrenplan. Das war jetzt wieder überwiegend angenehme Straßenlatscherei, wobei der Aufstieg zum Großen Ehrenberg nicht zu unterschätzen ist! Die restlichen Meter nach Rothesütte gingen dann teilweise an schönen Bergwiesen vorbei, wo wir eine andere Fichtenart bestaunen konnten, die eher alpin als harztypisch anmutete.
Epilog zur B4-Geschichte: Die gezeigte Kelle trug, soweit ich mich erinnere, eindeutig den Schriftzug STOP. Eine Internetrecherche ergab, dass offizielle behördliche Haltekellen den Schriftzug HALT mit Zusatz des Behördennamens, z.B. POLIZEI haben. Haltekellen mit STOP gibt es bei einschlägigen Internetversandhäusern als Spielzeug. Von daher ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ich einem Spinner mit ausgeprägtem Erziehungszwang begegnet bin. Das Fahrzeug war ein schwarzer Caddy mit Goslarer Kennzeichen, erster Buchstabe ein L.


Letzte Änderung : 31-Dez-2020
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