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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Harzer Grenzweg, Tag 1: Von Tettenborn zum Ehrenplan

Aufbruchszeit24.February 2022, 12:30
Ankunftszeit24.February 2022, 18:00
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km20
Höhendifferenz500
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Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Irgendwann stellten Richie und ich fest, dass wir beide Ende Februar noch Urlaub haben. Schnell war der Plan gefasst, den Harzer Grenzweg von Tettborn bis Hornburg abzuwandern. Am Donnerstag musste Richie noch etwas arbeiten, wir starteten deswegen erst gegen elf nach Hornburg, ließen dort mein Auto stehen und fuhren dann über den Harz weiter nach Tettenborn südlich von Bad Sachsa. Da uns die Wanderung bis zum Brockengipfel bringen sollte, hatte ich mich entschieden, meine gefütterte Winterhose anzuziehen. Die erste Hälfte der Wanderung bereute ich diese Entscheidung, denn bei 10 Grad war es für die Hose deutlich zu warm. Über Neuhof sowie Sachsen- und Höllstein ging es nach Walkenried. Das Kloster schrammten wir knapp, die Wieda führte unglaublich viel Wasser, und selbst einige Vorgärten standen im Ort unter Wasser! Nun ging es ein Stück nach Osten, und dann war endlich der Kolonnenweg erreichten. Diesem folgten wir dann nach Norden bis zur ersten Fabrik von Zorge. Der gleichnamige Fluss führte fast noch mehr Wasser als die Wieda, das Wasser war so klar, dass ich mir sogar etwas Wasser für den Weiterweg abfüllte (und auch Stunden später keinen Durchfall hatte...). Nachdem die Zorge überquert war, betraten wir endlich nach langem Anlauf den Harz und folgten nun einem wunderschönen Pfad dem Grenzverlauf. Es geschah noch ein kleines Wunder, als wir die vom Orkan umgestürzte Wendeleiche erreichten, riss der Himmel auf, und wir sahen noch einige verfärbte Wolken vom nahenden Sonnenuntergang. So langsam war dann aber unsere Motivation dahin, und schon etwas ausgepowert erreichten wir die Sülzhayner Hütte am Ehrenplan. Sooo viel Platz, erstmal gemütlich Abendessen zubereiten und bei einsetzendem Regen den Schlafsack auf dem Holzboden der Hütte ausrollen. Leider hatten wir nicht mit dem Sturm gerechnet einige Böen beförderten Regen bis zu uns, obwohl wir uns ganz weit hinten in der geräumigen Hütte ausgebreitet hatten. Als dann noch Richie das Pech hatte, unter dem einzigen kleinen Astloch im Hüttendach mit dem Kopf zu liegen, mussten wir noch einmal umdisponieren. Ich nickerte irgendwann ein, wurde dann plötzlich wach, als Richie mit jemandem sprach. Es trafen tatsächlich um 22:00 Uhr noch zwei weitere Wanderer ein, die auch in der Hütte übernachten wollten. Sie machten es sich am anderen Ende der Hütte bequem, einer der beiden hatte sogar eine Hängematte. Den Rest der Nacht haben ich leidlich gut geschlafen. Der Regen hörte irgendwann auf, aber nur, weil er in Schnee überging. Schnee kann natürlich noch leichter in die Hütte reingeweht werden, und so landete so manche Flocke in meinem Gesicht. Das starke Rauschen des Sturms im Wald machte einen ruhigen Schlaf auch noch schwerer.


Letzte Änderung : 04-Jan-2022
Copyright Jens Köhler, Wolfsburg, Obere Dorfstraße 10d