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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Harzer Grenzweg Tag 4: Vom Jungborn nach Hornburg

Aufbruchszeit27.February 2022, 07:30
Ankunftszeit27.February 2022, 15:20
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km28
Höhendifferenz100
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Vierter Tag auf dem Harzer Grenzweg, dritter Morgen. Es war wieder sehr sehr kühl, -2 Grad, aber wegen der Nähe zur Ecker war heute die Luft wesentlich feuchter und entzog dem Körper, der das Vergnügen hatte, sich aus dem Schlafsack herauszuquälen, sehr schnell die Wärme. Wir konnten aber warm frühstücken, ich konnte mir sogar einen halben Liter Tee kochen. Super! Da wir heute noch eine sehr lange Etappe vor uns hatten, starteten wir etwas früher als gewohnt, schon um 07:30 Uhr, aber es war auch früher hell, da es in der Nacht sternenklar war. Bis nach Abbenrode folgten wir der Ecker. Besonders am Schimmerwald gab es ein paar sehr schöne Ecken, die ich noch nicht kannte. Der sehr einsam liegende Bauerhof Astfeld in den überreiften Wiesen lag ruhig am Rande des Schimmerwalds. Danach folgte nun aber leider ein eher langweiliger Abschnitt auf breiten Straßen bis nach Wiedelah. Der Sonne gelang es auch nicht, sich trotz geringer Bewölkung durchzukämpfen, ein eiskalter Wind kühlte uns immer wieder herunter, und besonders vor Wiedelah war es unglaublich kalt! Hinter Wiedelah dann sogar wieder einsetzende Bewölkung, ich musste die Handschuhe wieder anziehen. Aber zum Glück wurde der Weg wieder etwas schöner, das Stückchen zwischen Wiedelah und Wülperode war sehr idyllisch, am Eckergraben entlang mit alten Kopfweiden, das ganze in der Sonne liegend. Hinter Wülperode dann Plattenweg, eigentlich fast durchgehend bis Rimbeck. Das war am heutigen Tag das wirklich schlimmste Stück, da musste man sich mit Charakterstärke durcharbeiten. In Rimbeck dann an der Straße nach Bühne weiter, am Bahnhof vorbei zur Landstraße, die Hornburg mit Osterwieck verbindet. Dann nochmal ein Stück auf Beton zum Kleinen Fallstein herauf. Aber oben war dann Schluss damit, auf dem wunderschönen Kammweg ging es zurück nach Hornburg. Von einem Familienvater ließen wir uns am Grenzturm Rhoden fotografieren, er fragte dann noch, wo wir denn hinwollten, und wir sagten ihm, er müsse eigentlich fragen, wo wir herkämen. ;-)
Mit einem angenehmen Gefühl der Euphorie ging es zum letzten Mal über die Grenze zurück nach Niedersachsen und auf sonnigem Waldrandweg an den alten Linden zurück nach Hornburg. Nach Westen hatten wir dabei noch einige schöne Ausblicke auf das Harzvorland. Nun musste ich uns zurück nach Tettenborn fahren, denn dort stand ja noch Richies Auto. Unterwegs reifte dann der Plan, noch auf einen kleinen Burger in Hohegeiß anzuhalten. Die Bombatze hatten mir mal von dem Corner Imbiss erzählt, und das wollte ich schon seit langem ausprobieren. Nichts ahnend bestellten Richie und ich uns dort den größten Burger von allen: Der Brocken Cheese!! Spätestens, als wir die Pattys auf dem Grill sahen, ahnten wir, dass unser Appetit eventuell nicht ausreichen könnte. Aber der Burger hatte nicht die Rechnung mit uns zwei ausgemergelten Grenzwegwanderern gemacht. Wir setzen uns ins Auto, zelebrierten das Unboxing, und dann ging eine beispiellose Fressorgie los. Wir schafften beide diesen unglaublich großen Burger und waren einfach nur happy! Allerdings, das muss ich auch erwähnen, musste ich zuhause fast einen Liter Wasser trinken, um da viele Würzsalz, das im Burger enthalten war, wieder zu kompensieren. Aber das war es wert. Die Rückfahrt war sehr entspannt, mein Navi führte mich über Königshütte, Elbingerode und Wernigerode heimwärts, mit dem Brocken im Abendrot konnte ich so durch das Harzvorland nach Hause fahren. Ja, das waren vier rundum gelungene Tage mit einer ordentlichen Portion Abenteuer!


Letzte Änderung : 04-Jan-2022
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