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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Karfreitagstour im Sösetal

Aufbruchszeit15.April 2022, 09:30
Ankunftszeit15.April 2022, 17:10
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km24
Höhendifferenz1110
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Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Karfreitag war für mich schon immer ein Tag im Jahr, an dem ich besonders lange und/oder anstrengende Wanderungen unternehme. Dieses Mal bin ich mit Kathrin nach Riefensbeek aufgebrochen, um eine streckenmäßig nicht so sehr lange, aber an Höhenmetern und Schneisen gespickte Wanderung zu starten. Wir parkten am Parkplatz an der kleinen Kirche in Riefensbeek im Herrental. Zunächst stiegen wir steil zum Sattel am Eichelnberg auf. Von dort starteten wir die Kammwanderung mit vielen schönen Aussichten hinüber zur Söse-Vorstaumauer. Dort kurzes Erholen auf der Talsperrenwartungsstraße, dann auf einem herrlichen Pfad steil hinauf zu den Giertagsköpfen. Nach Passieren der Jagdhütte noch ein klein wenig weiter hinauf, dann rechts/westlich hinunter in eine sehr eigenartige Sattelfläche mit vier Zwischenerhebungen. Auf der zweiten Erhebung kurze Bananenpause, dann weiter in Richtung Sösekopf. Der Berg, der nun vor uns lag, war geprägt von umgestürzten Fichten und Brombeeren, der Aufstieg hat uns alles abgefordert. Oben fanden wir aber eine gut gangbare Schneise vor, der wir bis zum westlichen Ende des Bergkamms folgten, oben fanden wir sogar eine schöne Aussicht auf Osterode und das südliche Harzvorland vor. Nun wurde es aber wirklich haarig. Unter uns im Nordhang des Berges scheuchten wir eine große Gruppe Hirschkühe auf. Dort mussten wir nun auch absteigen, was bei dem dichten Brombeergestrüpp alles andere als ein Vergnügen war. Zum Glück erreichten wir bald eine Schneise, der wir zur nächsten Sattelfläche vor dem Sösekopf folgen konnten. Die zwei oder drei umgestützten Bäume waren schon gar nicht mehr so schlimm.
Jetzt sagten wir uns, dass das Werk nur komplett sei, wenn wir auch noch den Sösekopf-Vorgipfel und den Sösekopf selbst überschritten. Bis zum Vorgipfel kein größeres Problem, so sah es zumindest vom Sattel her aus. Oben angekommen dann aber ein übles Gewirr aus hohem Gras und Brombeerranken. Dieses bezwangen wir mit viel Geschick, den Sösekopf selbst konnten wir dann relativ einfach erklimmen, jedoch haben wir dann die zwei fehlenden Höhenmeter bis zum Gipfel weggelassen, da es dort komplett chaotisch war (umgekippte Bäume, Brombeeren etc.). Jetzt wollten wir die Kammwanderung mit dem Abstieg ins Sösetal abschließen, aber der Berg wollte uns scheinbar nicht loslassen. Wir fanden eine Schneise, aber in schlechtem Zustand, und massiv von Brombeeren überwuchert. Im Storchenschritt bahnten wir uns einen Weg hinab, einmal hörten wir links von uns einige Wildschweine im Brombeerdickicht. Aber irgendwann war es geschafft, wir standen auf dem Verbindungsweg zwischen Eipenke und Sösenachstaubecken. Jetzt ließen wir uns entspannt ins Sösetal rollen, bei Erreichen des Eipenketals machten wir eine dringend notwendige Mittagspause.
Die Pause war auch wichtig, denn nun ging es steil hinauf zum Nassen Weg. Über Schindelkopfköte und Seilerklippe erreichten wir in sportlicher Zeit die Hanskühnenburg gegen 15:40 Uhr. Die Pause dort war hochverdient, in der Berggaststätte roch es leider relativ eigenartig, was den Aufenthalt ein klein wenig trübte. Linsensuppe und Weizenbier schmeckten aber ganz ausgezeichnet. Der Rückweg zum Auto war dann schnell erledigt, und mit dem Gegenanstieg zum Eichelnbergsattel kamen wir bei der heutigen Tour auf stolze 1.100 Höhenmeter!


Letzte Änderung : 22-Jul-2022
Copyright Jens Köhler, Wolfsburg, Obere Dorfstraße 10d