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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Oberfranken, Tag 1: Von Blankenstein nach Helmbrechts

Aufbruchszeit23.April 2022, 08:45
Ankunftszeit23.April 2022, 16:30
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km28
Höhendifferenz600
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Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Die Zeit der Warterei war vorbei, endlich ging es los. Volker und Alex ging es über A14 und A9 unproblematisch nach Langenstein im Gasthof Rennsteig trafen wir uns mit Dagmar, Klaus und Anja, die schon sehr gespannt waren, mit welchen Witzen uns der Gastwirt empfangen würde. Nach einem tpyisch thüringischen Abendessen (Rostbrätl) und einem durchschnittlichen Frühstück ging es dann wirklich los. Unsere Autos konnten wir auf dem Parkplatz des Gasthofs stehen lassen, was wirklich komfortabel war. Durch Blankenstein durch, teilweise auf der Strecke des Rennsteigs, ging es ins Selbitztal zum Einstieg des Höllentals. Der Hangwanderweg war mit besonderen Warnungen ausgeschildert: Nur für trittsichere, ausdauernde Wanderer. Was sollte denn da kommen? Der Weg war dann aber wesentlich unschwieriger als erwartet, eigentlich schade, an einer Stelle ging es sehr abenteuerlich mit eisernen Treppen durch die Diabas-Felsen, die geologisch sehr interessant waren (Unterwasser-Gesteinsbildung mit kugeligen Strukturen). Nach einer knappen Stunde war die Selbitz erreicht, sehr schönes Flusstal mit vielen Felsblöcken im Wasser. Da sich der Morgendunst mittlerweile verzogen hatte und die Felsen trocken war, beschlossen wir zwecks Sparen von Strecke die Selbitz zu furten, ein großes Vernügen für alle!
Jetzt wurde die Strecke wieder einfacher, und parallel der alten Höllentalbahn ging es in das Örtchen Höllenthal. Wir folgten nun bei tollem Wetter der Selbitz, ehe es bei Griesbach eine lange Strecke bergauf ging. Über Rodesgrün wanderten wir über ein Plateau wieder zurück ins Selbitztal. Vor Weidesgrün eine etwas mühsame Etappe auf einem asphaltierten Feldweg, aber es sollte schnell besser werden, hinter Weidesgrün schöne Waldwege, Durchquerung von Uschertsgrün. Manchmal haben wir uns über die Straßenschilder in den kleinen Dörfern amüsiert, die nur aus Hausnummern bestanden, dafür aber teilweise einen Meter lang waren! Hinter Uschertsgrün wurden die Wanderwege noch einmal schöner, oft konnten wir zur Burg Schauenstein hinüberschauen. Nach dem alten Mühlengraben ging es zum Fuchsbau hinauf, einer Gneisklippe mitten im Wald. Über eine wellige Landschaft wanderten wir nun immer weiter südwärts, ehe es hinab zu Fischzuchtteichen ging. Ab dort folgten wir der Staatsstraße 2195 nach Helmbrechts, die Etappe war bei Erreichen des Hotel Rossner beendet.
Ja, etwas muss man schon noch zu Helmbrechts schreiben, wir machten noch einen kleinen Verdauungsspaziergang durch das Zentrum, und es ist die steingewordene Landflucht. Viele leerstehende Geschäfte, einige verfallende Gebäude, dazwischen immer wieder Ensembles, die frisch saniert waren (Fördergelder?). Das Stadtbild Helmbrechts hinterließ bei mir eine Brise Melancholie, weil ich hier die Strukturprobleme Oberfrankens unmittelbar sehen konnte.


Letzte Änderung : 04-Jan-2022
Copyright Jens Köhler, Wolfsburg, Obere Dorfstraße 10d