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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Hannover Megamarsch 2022

Aufbruchszeit7.May 2022, 07:30
Ankunftszeit7.May 2022, 19:29
KategorieTiefebene Flachlandtour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km51
Höhendifferenz150
Kartenausschnitthier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Ein Arbeitskollege hatte mich überredet, mit ihm am Megamarsch Hannover 2022 teilzunehmen. Ich hatte mir den GPS-Track im Vorfeld angeschaut, und ich habe mit Respekt vor der Strecke mit dem hohen Asphalt-Anteil letztlich zugesagt. Um 6 Uhr trafen wir uns in Braunschweig, um dann zum Start nach Laatzen in der Nähe des Messegeländes zu fahrne. Um 7:30 Uhr ging es dann zusammen mit ca. 400 anderen Bekloppten los zu der 50km-Runde zwischen Laatzen und Wennigsen am Deister. Vorbei an Alt-Laatzen ging es über die Leine, dann durch Felder und Wälder an Hemmingen und Arnum vorbei. Das Arnumer Holz war dann ein sehr beeindruckender Wald mit vielen hohen Buchen, ein sehr schönes Frühlingsgrün. Ab Ihme-Roloven war dann aber einer der angenehmeren Teile der Strecke erstmal vorbei, es begann ein sehr sehr seeehr langer Asphaltabschnitt. Nach Weetzen ging es sogar zwei Kilometer parallel zur stark befahrenen B217. Ab Sorsum wurde es wieder ruhiger, wir konnten sogar vier Wasserbüffel in dem angelegten Biotop am Wennigser Mühlbach sehen. In Wennigsen dann der zweite Verpflegungspunkt, es folgten nochmal 2-3 mühsame Asphaltkilometer entlang der Hauptstraßen in Wennigsen, ehe es zum Süerser Berg ging. Hier war mit der schönste Streckenabschnitt, Blick auf den Deister über die blühenden Rapsfelder auf einem angenehmen Schotterweg. Zwischen Süerser Berg und Burgberg bei Gehrden hätte man eine interessantere Streckenführung herausarbeiten können, die Organisatoren entschieden sich leider dagegen. Nach Everloh ging es wieder entlang einer befahrenen Landstraße, kurz vor Everloh der dritte Verpflegungspunkt direkt an der Landstraße. Den höchsten Berg der ganzen Strecke, den Behnter Berg, hatte die Organisatoren kurz vor Start der Veranstaltung gestrichen, aus welchen Gründen auch immer! Sehr schade, aber zumindest der Waldweg bis Behnte war sehr nett. Ab der Bergmannschänke nach der Kalihalde Empelde war dann erstmal wieder Schluss mit schönen Strecken, es ging durch den sozialen Brennpunkt Mühlenberg (hier war eine Polizeistreife dabei, zwei kleine Mädchen zu vernehmen, die offenbar von Erwachsenen geschlagen wurden). Kurz zuvor war ein echt blöder Bahnübergang, dessen Schranken eigentlich fast permanent unten waren. Kaum gingen die Schranken hoch, und die aufgestauten Wanderer setzten sich in Bewegung, bimmelte der Bahnübergang wieder los und die Schranken gingen wieder runter. Hier verloren wir ca. 15 Minuten! Ab Everloh hatte wir zudem das zweifelhafte Vergnügen, immer drei betrunkene Wanderer mit lauter Musik entweder vor oder hinter uns zu haben. Am Mühlenberg war auch der vierte Verpflegungspunkt der Strecke. Hier fing es mal kurz zu tröppeln an, aber zum Glück setzte sich doch nicht der Starkregen wie vom Wetterdienst angesagt durch. Nach Mühlenberg ging es entlang einer doppelspurigen Hauptverkehrsstraße durch Oberricklingen. Die Strecke zog sich hier endlos und war die reinste Qual. Irgendwann passierten wir aber das Leine-Fluttor und gelangten zu den Ricklinger Teichen. Das war nochmal etwas zum Verschnaufen, die Wege und die Landschaft wurden jetzt wieder sanfter. Mit Erreichen der Wilkenburger Straße an der alten Radrennarena war das aber wieder vorbei. Noch vier Kilometer bis zum Ziel, die Streckenführung verlangte jetzt noch einmal viel Geduld, denn jetzt ging es noch durch ein Industriegebiet, vorbei am Güterbahnhof Laatzen, über eine von Brombeeren halb verschluckte Straße, mit Müll und Hündekötteln dekoriert, echt super. Vor und hinter uns waren nur noch Wanderer, die sich quälten. Nach drei oder vier Kreuzungen erreichten wir dann endlich das Ziel, ließen uns die schöne Bronze-Medaille umhängen und waren mit der Sache fertig. Kurz gesagt: Diese Veranstaltung war etwas für echte Masochisten, die Streckenführung muss man als manisch-depresssiv bezeichnen, weil sich landschaftlich herrliche Etappen mit eher unschönen urbanen abwechselten. Die Asphaltquote war abartig hoch, weit über 50%, und das ist bei einer Streckenlänge von 50km echt übel! Loben muss ich aber die Organisation von Start/Ziel und der Verpflegungsstationen, da gab es nichts auszusetzen, und das Angebot war wirklich reichhaltig und abwechslungsreich.


Letzte Änderung : 04-Jan-2022
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