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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Gipfeltour auf den Großvenediger

Aufbruchszeit6.August 2025, 07:30
Ankunftszeit6.August 2025, 14:15
KategorieHochtour Hochtour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km9
Höhendifferenz850
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Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Heute sollte es auf den Großvenediger gehen. Am Vortag hatten wir am Mullwitzaderl noch überlegt, ob wir den Gipfel schon direkt am Dienstag unternehmen wollten, aber das war einigen dann doch zu spontan. Und im Nachhinein war es auch die bessere Entscheidung. In der Nacht hatte es kräftig gestürmt und Niederschlag gegeben, auf 3600 Metern Höhe fielen nochmal 5-10cm. Aber wir konnten einer gut ausgetretenen Spur folgen. Beim Abstieg vom Mullwitzwaderl hatten wir ca. 15 Personen aus zwei Bergführergruppen in der Steilstufe vor uns, da hieß es erstmal, sich in Geduld zu üben. Mir wird es ein Rätsel bleiben, wieso die Bergführer hier ihre Schützlinge mit Steigeisen in die Eisenklammern schicken. Na ja, unten anseilen, leider noch einmal Zeitverzögerung, weil Alex Seil verheddert war und mühsam sortiert werden musste. In der Zeit waren die zwei Bergführergruppen und drei Tschechen bereits in der Spur unterwegs. Das entpuppte sich im Nachhinein aber als Vorteil, da wir dann niemanden mehr hinter uns hatten und stressfrei aufsteigen konnten. Einer der Tschechen wollte sich die Schneeberge des Lawinenabgangs am Rainerhorn genauer anschauen und trat prompt in eine Spalte, nur einen Meter von der Spur entfernt! Darauf verzichteten wir dann. Der Aufstieg zum Rainertörl war schnell gemeistert, wir überholten die drei Tschechen bei einer Pause und stiegen dann in den Gipfelaufbau ein. Bei moderatem Tempo erreichten wir den Gipfel. Highlight war zum Schluss der Firngrat. Nichts dramatisches, aber sehr fotogen. Am Gipfel brauchten wir eine Weile, um Fotos zu machen. Da wollte natürlich jeder ein Foto haben. Eine andere Seilschaft (russisch?) beklagte sich, dass sie so lange warten mussten, und zum Dank wurde dann mit maximaler Lautstärke telefoniert. Aber der Großvenedigergipfel ist deutlich entspannter als der Gipfel des Großglockners! Etwas irritiert war ich über zwei Jugendliche, die zu einer Bergführergruppe gehörten und ohne Sicherung und Pickel, dafür mit Spikes an den Füßen über den Gipfel liefen.
Wir stiegen dann wieder ab, ich regte noch an, dem Hohen Aderl einen Besuch abzustatten. In einem Sattel kurz vor dem Gipfel machten die meisten Pause, nur Knut und ich übernahmen die kleine Kraxelei zum Gipfel selbst. Als wir wieder zurückkamen, wurde Über den Wolken von Reinhard May angestimmt. Der Rückweg war dann nur noch reine Formsache, war allerdings auch geprägt vom immer sulziger werdenden Firn. Aber das ist auf den meisten Hochtouren irgendwie immer so.


Letzte Änderung : 10-Okt-2025
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