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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Edelweißlahner über Eingeschossenen Steig

Aufbruchszeit12.October 2025, 08:22
Ankunftszeit12.October 2025, 16:30
KategorieBergwanderung Bergwanderung
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km15
Höhendifferenz1350
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Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Nach einem schnellen Frühstück im Gschoßhäusl ging es mit dem Auto am frühen Morgen zum Wachterl. Nach der üblichen Strecke auf dem kleinen Rückeweg erreichte ich den kaum erkennbaren Abzweig zum Eingeschossenen Steig. Es war heute bedeckt, aber in Richtung des Wachterlsteigs (Bärenkareck) schimmerte etwas bläulich durch. Hmm, sollt es über den Wolken schönes Wetter geben? Um das herauszufinden, musste ich erst einmal durch den Wald, dann unterhalb der Felswände über Wiesen empor bis zu einer Spitzkehre. Dort begann der immer wieder abenteuerliche Eingeschossene Steig. An dessem Ende gelangte ich so in den höher gelegenen Wald. Es folgte das übliche Schuttfeld, das ich aber schnell passieren konnte, ehe ich in den nun von Lärchen dominierten Hochwald eintauchte. Irgendwann tauchte die alte Jagdhütte (Eisberg-Alm-Diensthütte) auf, auf der Bank machte ich eine kleine Pause. Etwas rundes helles machte sich am bedeckten Himmel bemerkbar, ein gutes Zeichen. Doch noch war es nicht ausgestanden, nach Ende des Almbodens weiter bergauf in Richtung Hüfelwand. Nach den ersten steilen Felspassagen schimmerte es plötzlich deutlich blau durch die Wolken, von Ost sah ich ein graziles Gegenlichtspiel, ausgelöst vom Schattenwurf einiger hoch über mir stehender Lärchen. Das war echt bezaubernd, es fehlt nur noch ein Engelschor. Danach waren es nur noch wenige Höhenmeter, die mich durch den dichten Hochnebel stießen ließen, ins Reich der Herbstsonne. Jetzt wurde es richtig schön, leider verstieg ich mich einmal, konnte den Fehler aber schnell durch etwas Karrenfeldkraxelei korrigieren. Ab 1750m Höhe kamen immer mehr Schneereste dazu, in schattigen Stellen war der Schnee über Nacht bretthart gefroren. Mit Spuren vom Vortag konnte ich den Edelweißlahner aber gut erklimmen.
Oben traf ich drei weitere Wanderer, wir plauderten etwas über dies und das, ehe ich wieder aufbrach. Die lange Runde über den Reiter Steinberg machte ich dieses Mal nicht, stattdessen stieg ich nach Nordwest in Richtung der Traunsteiner Hütte ab. Es lag teilweise recht viel Schnee, aber er störte mich nicht großartig. 500 Meter vor der Hütte beschloss ich, diesmal nicht über das Wachterl abzusteigen, sondern das Plateau zurück zur Eisberg-Alm zu queren. Ich fand Pfadspuren, die sich alsbald manifestierten und zudem durch rote Markierungen gut verfolgen ließen. So erreichte ich die Grünangeralm, dort nochmal eine schöne Pause auf der Wiese in der Sonne. Durch das Schneeloch (ja, das gibt es auch hier) in wechselnder Steigung auf einem immer noch sehr schönen Pfad zurück zur Eisberg-Alm. Über den Eingeschossenen Steig dann relativ zügig zurück ins Tal. Das war eine tolle Runde, den kulinarischen Abschluss bildete dann der Krustenbraten im Zipfhäusl.


Letzte Änderung : 10-Okt-2025
Copyright Jens Köhler, Wolfsburg, Obere Dorfstraße 10d