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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Kleine Reibn

Aufbruchszeit13.October 2025, 08:45
Ankunftszeit13.October 2025, 16:55
KategorieBergwanderung Bergwanderung
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km21
Höhendifferenz1280
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Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Ein weiterer schöner Herbsttag war angesagt. So machte ich mich auf den etwas weiteren Weg nach Hinterbrand. Auf der Fahrt über die Vorderbrandstraße stach bereits das Watzmannmassiv so brillant aus der Landschaft hervor, dass es mir die Sprache verschlug. Oben angekommen dann ein etwas hektischer Tag. Zwei Männer mit zwei Hunden machten einen lockeren Spaziergang, ich ließ mich dann dazu verleiten, mich vor die beiden zu setzen, und fortan verfolgten mich die beiden locker plaudernd, einer der Hunde kläffte permanent, bis zur Mittelstation. Ja, das ist die autochtone Bevölkerung, die ist einfach fitter. ;-)
Aber ab der Mittelstation wurde es landschaftlich toll und sehr ruhig, ich konnte Hochkalter und Watzmann gut fotografieren, so gelangte ich dann zur Fahrstraße an der Königsbach-Alm. Kurzer heftiger Aufstieg, dann hochgeistiger Stopp bei der Enzianbrennhütte. Ich probierte einen Tropfen und schaute noch kurz in die Brennstube hinein, dann ging es weiter hinauf zur Priesberg-Alm. Vor einer Almhütte kurze Frühstückspause mit Apfel, dann war "Ende der Ausbaustrecke" angesagt, und es ging in das Tal in Richtung Seeleinsee hinein, der sogenannte Stiergraben. Hier und da war der Weg durch den Morgentau etwas schlüpfrig, aber ich gewann schnell an Höhe und erreichte den Seeleinsee bei blauem Himmel. Der Weiterweg zum Schneibstein war dann sehr sehr schön, insbesondere die Hochseeleinspitze war heute besonders fesselnd. Hinterm Seeleinsee sah ich vier Gämsen im östlichen Hang, und in Richtung Windschartenkopf waren offenbar Steinböcke unterwegs. Ich überschritt lediglich den kleinen Aussichtspunkt nördlich der Windscharte, scheuchte oben am Gipfel drei weitere Gämsen auf. Hier lag nun schon etwas mehr Schnee, aber der Weg zum Schneibstein ließ sich sehr gut gehen. Oben am Gipfel eine kleine Rast, dann musste ich aber weiter. Eine junge Familie diskutierte, ob sie über den Seeleinsee absteigen wollten, der Aufstieg wär ja so schlimm gewesen. Da ungefähr ahnte ich, dass da was blödes auf mich zukommt. Der Familie riet ich von ihrem Plan ab (es war ja schon 14 Uhr), dann brach ich auf. Über die westliche Gratschulter des Schneibsteins ging es noch ganz gut, doch dann kam ich im Nordhang in extrem rutschigen Fels. Der Schnee war geschmolzen, zurück blieben viel Matsch und Wasser, gepaart mit abgespecktem Kalk keine gute Kombination. Nun ja, ich fluchte und lavierte mich da so gut es ging hindurch, irgendwann war das Stahl-Haus erreicht. Kurzer Getränkestopp, dann zunächst hinab zur Königsberg-Alm, ein kurzes Stückchen bergauf und dann auf schmalem Bergpfad über die Lohmaishütte zurück zur Mittelstation und zum Auto.
In Summe eine ganz tolle Tour, viel Natur und kaum Menschen (abgesehen vom Schneibstein). Leider hatte ich genau an diesem Tag meinen Sonnenhut im Auto liegengelassen, das gab dann doch einen kleinen Sonnenbrand. Auf dem Rückweg in Vorderbrand angehalten und eine Krautspäzlepfanne (lecker, aber sehr buttrig/fettig) verzehrt.


Letzte Änderung : 10-Okt-2025
Copyright Jens Köhler, Wolfsburg, Obere Dorfstraße 10d