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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Harzüberquerung Wieda-Clausthal

Aufbruchszeit6.May 2006, 07:26
Ankunftszeit6.May 2006, 23:30
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km45
Höhendifferenz2010
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Wieder einmal war es Zeit für eine Harzüberquerung von Wieda nach Clausthal. Daniel und ich, wir hatten uns ein Wochenende mit hervorragendem Maiwetter für dieses Unternehmen ausgesucht. Das erste Mal dabei und die dritte im Bunde war Karin aus Braunschweig.
Treffen war in Clausthal um 06:00 Uhr in der Früh. Nach einem schnellen Kaffee ging es auch schon los, und Karin fuhr uns nach Wieda. Die ersten Sonnenstrahlen erhellten gerade das Tal des Wiedaer Oberdorfs, als wir gegen 07:25 aufbrachen und gleich steil hinauf zum Stöberhai stiegen. Je höher wir kamen, desto mehr bekamen wir vom grünen Buchenwald zu sehen. Oben angekommen, gab es in der kleinen Schutzhütte eine Frühstyxpause. Nach der Pause gingen wir noch hinüber zum Jagdkopf, um uns die Reste des Stöberhai-Turms anzusehen.
Es folgte dann die Kammüberschreitung hinüber zum Ravensberg, vorbei am Großen Bocktalskopf. Auf dem Ravensberg haben wir eine kleine Trinkpause gehabt, dann kam der Abstieg in das Tal des Steinaer Baches an die Reihe. Der Weg führte durch herrliche Buchenwälder, deren Boden dicht mit Oxalis und Waldmeister bewachsen war. Danach ging es wieder hinauf zur Hohen Tür, der Wasserscheide zwischen Elbe und Weser, gefolgt vom teilweise steilen Abstieg zum Zeltplatz im Wiesenbektal. Dem Wiesenbeker Tal folgten wir hinunter zur Oderbrücke. Der Einkauf im Rewe war nicht mehr möglich, da der Supermarkt im letzten Jahr umgezogen ist. Glücklicherweise gab es kurz vorher einen kleinen Tante-Emma-Laden, wo wir unsere Getränkevorräte auffrischen konnten.
Nach einem kleinen Bummel durch die Bad Lauterberger Fußgängerzone ging es hinauf zum Bismarck-Turm. Oben haben wir dann eine kleine Mittagspause gemacht. Nach der Bestellung des Essens sind wir auf den Turm gestiegen, um unsere Höhenmeterbilanz noch etwas zu verbessern.
Der anschließende Abstieg zum Waldcafe war leider etwas schwieriger als erwartet, denn nach dem letzten Eingriff der Baumschubser in den Buchenwald des Kummelbergs war der schmale Wanderweg von zahlreichen Baumkronen verschüttet worden, so dass wir über eine neu gefräste Schneise absteigen mussten und auch sonst etwas Zeit verloren haben. Hier haben wir uns von unserem Traum verabschiedet, vor 17:00 Uhr an der Hanskühnenburg anzukommen.
Nach Überschreiten von Krummer und Gerader Lutter folgte der schweißtreibende Aufstieg hinauf zum Knollenkreuz. An der dortigen Köte machten wir eine kleine Trinkpause, ehe es über den schmalen Hangwanderweg weiter in Richtung Großen Knollen ging. Unterwegs überquerten wir noch den Großen Hübichentalskopf. Leider reichte die Aussicht nur bis zum Harzrand, denn es war diesen Tag äußerst diesig. Es folgte ein kleiner Abstieg hinab zum Hauptwanderweg über den Nordwestausläufer des Hübichentalskopfs, ehe der finale Anstieg zum Großen Knollen folgte.
Oben angelangt machten wir im Freien eine etwas längere Pause. Ausserdem bestiegen wir den Knollenturm, was uns noch einmal 25 zusätzliche Höhenmeter einbrachte, dazu aber später mehr.
Bei dem Abstieg vom Knollen in Richtung Sieber begannen sich leider bei Karin die ersten Kniebeschwerden einzustellen, so dass wir das Tempo beim Abstieg stark drosselten. In Sieber liefen wir durch den wunderschönen Kurpark und gönnten uns an der dortigen Imbißbude ein Eis. Nach einer kurzen Verschnaufpause begann der härteste Anstieg des ganzen Tages, der Aufstieg zur Hanskühnenburg durch das Goldenkental. Jetzt begann es so langsam, anstrengend zu werden. :-)
Leichter und schneller, als erwartet, waren wir an der HKB angelangt und freuten uns auf eine Pause auf dem kleinen Felsen vor der Baude. Durch den Dunst ließ die wärmende Kraft der Sonne stark nach, und mit dem frischen Wind war es gerade so noch in kurzer Hose auszuhalten. Es folgte ein langer, vor allem für Karin anstrengender Abstieg nach Riefensbeek. Leider war der Brunnen am Grillplatz ausser Betrieb, da wahrscheinlich durch Baumrückearbeiten die Wasserleitung beschädigt wurde. Sehr sehr schade.
Nach Überqueren der B498 ging es steil hinauf zum Sattel oberhalb von Kamschlacken. Auf dem Weg dorthin sahen wir noch einen Damhirsch, den Daniel irrtümlich für die Sinnestäuschung aus dem letzten Jahr hielt, die er damals für einen Hirsch hielt. Am Sattel angekommen, legten Daniel und Karin eine kurze Pause ein, während ich zum Cordes-Brunnen abstieg, um Karins und meine Wasservorräte wieder aufzufüllen.
Jetzt begann es allmählich dunkel zu werden (es war mittlerweile schon fast 22:00 Uhr), und wir durchwanderten das Riefensbeektal in Richtung Kehrzug. Ohne Stirnlampe fanden wir bei Mondlicht den Weg durch den finsteren Nadelwald hinauf zum Kehrzug. Der letzte harte Anstieg war geschafft!
Jetzt ging es schnurstracks nach Hause. Eine kleine Pause legten wir noch oben auf dem Mühlenberg ein, die Motivation, sich fortzubewegen, ging allmählich gegen null. Vorbei an Linkhorst und Harro betraten wir wieder zivilisiertes Gebiet, und nach der Andreasberger Straße und der Rollstraße erreichten wir doch sehr erschöpft um 23:30 Uhr das Glückauferhaus in der Graupenstraße!
Abschließend eine Auflistung unserer erwanderten Höhenmeter (jeweils nur Aufstieg):
  • Stöberhai, 325 Hm
  • Kleiner (?) Bocktalskopf, 20 Hm
  • Ravensberg, 77 Hm
  • Hohe Tür, 34 Hm
  • Kummel-Berg, 256 Hm
  • Großer Hübichentalskopf, 334 Hm
  • Kleiner Gegenanstieg, 10 Hm
  • Restanstieg Großer Knollen, 67 Hm
  • Kleiner Gegenanstieg Sieberpass, 5 Hm
  • HKB, 491 Hm
  • Eichelnberg, 60 Hm
  • Verlust Riefensbeektal, 10 Hm
  • Kehrzug, 240 Hm
  • Mühlenberg, 35 Hm
  • Anstieg B242, 10 Hm
Dies ergibt in Summe 1964 Hm. Zusammen mit den beiden erklommenen Türmen auf Kummel-Berg und Großem Knollen, die nochmals ca. 45 Hm liefern, ergeben sich insgesamt die aufgeführten 2010 Höhenmeter! Es ist geschafft, wir haben die magische Grenze von 2000 Hm im Harz geschafft!


Letzte Änderung : 31-Dez-2020
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