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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Alemannenweg Tag 2: Von der Fuchshütte nach Lützelbach

Aufbruchszeit7.May 2020, 08:23
Ankunftszeit7.May 2020, 17:28
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km25
Höhendifferenz714
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Nach der gestrigen Anreise und ersten Eingehtour stand heute die erste komplette Tagesetappe auf dem Alemannenweg auf dem Programm. Es dauerte ein Weilchen, ehe wir uns in der Kälte des Morgens berappelt hatten. Beim Aufstieg zum 516m hohen Morsberg stellten wir fest, dass mein GPS-Track von der Internetseite Wanderbares Deutschland nicht dem realen Track im Odenwald entsprach. Auch so manche irrationale Schlenker kannte mein Track nicht, wohl aber die Beschilderung des Alemannenwegs mit seinem markanten roten A auf weißem Grund. Hinter Vierstöck nahmen wir am Alme-Brünnchen frisches Quellwasser auf und setzten unseren Abstieg in der schöne Dörfchen Beerfurth fort. Oben in den Wiesen hatten wir einen schönen Blick auf die Burg Reichenbach, die jedoch vom Alemannenweg nicht angesteuert wurde. Dafür gab es im Dorf einen kleinen Bäcker, wo ich eine leckere Puddingbrezel erwerben konnte. Wir passierten den kleinen Hügel mit dem netten Namen Hasenbuckel, dann ging es über abwechslungsreiche Wiesen und Wälder zur Burgruine Rodenstein. Das Eichbrünnchen entpuppte sich als Morastloch, Wasserentmahme schlicht unmöglich. Aber direkt nebenan floss ein munter sprudelnder Bergbach! Dort machten wir Mittagspause. Ich konnte mein Handy etwas aufladen, und wir wurden etwas unterhalten von zwei Männern, die mit ihren ferngesteuerten Modell-Jeeps den Bach durchfurteten. Nach der Pause steiler Aufstieg zur Ruine Rodenstein, die wir uns aber nur kurz anschauten, denn jetzt begann ein längerer Aufstieg, der uns zur Germannshöhe, einer einsamen Bergwiese mit frisch gemähtem Heu, führte. Über den etwas langweilligen Weinweg ging es hinauf zur Neunkircher Höhe. Der Alemannenweg schlug noch einen Bogen nach Norden, so konnten wir den imposanten Radarturm bestaunen, der für den Frankfurter Flugverkehr wahrscheinlich sehr wichtig ist. Wir waren schon etwas erschlag, als dieser riesige Gebäudekomplex plötzlich vor uns aus den Bäumen auftauchte. An den folgenden Tagen konnten wir den drehenden Radarspiegel immer wieder als Orientierungspunkt erblicken. An der Gersprenzquelle nahmen wir mit Wasserfilter Wasser für die nächste Nacht und die ersten Kilometer der morgigen Etappe mit. Nun aber weiter zum höchsten Punkt des Odenwalds, der Neunkircher Höhe mit dem markanten Kaiserturm. Kurz vor dem Turm keimte Hoffnung auf. Der Imbiss hat geöffnet und bietet Kuchen an? Öffnungszeiten bis 16:00 Uhr? Es war 15:50 Uhr! Oh, könnten wir Glück haben? Leider nein, der Imbiss hatte komplett geschlossen. Dann also nur so eine kurze Pause, dann wieder Abstieg vom Gipfel. Wir kamen an zwei weiteren Quellen vorbei: Läuferquelle und Modauquelle, aber beide führten kein oder kaum Wasser. Zum Glück waren wir durch die Gersprenzquelle gut versorgt. Und so brauchten wir nur noch ein paar Kilometer, bis wir unsere Schutzhütte oberhalb von Lützelbach erreichten. Sie lag relativ nah an der Straße, leider im Schatten, aber sie bot für uns genügend Platz an. Zwischenzeitlich hatte sich das Wetter geändert. Die kühlen Luftmassen, die bisher aus Ost und Südost eintrafen, wurden durch warme Luft aus Südwest ersetzt. In der Nacht wurde es auf der Höhe von 450m nicht kälter als 14 Grad. Schön war vor allem die Aussicht, die nach Norden aus dem Odenwald herausreichte. Am Horizont waren die Bürotürme von Mainhattan zu erkennen. Auch der Sonnenuntergang war relativ farbenprächtig.


Letzte Änderung : 17-Nov-2020
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