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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Over the Hils and far away

Aufbruchszeit10.April 2020, 08:20
Ankunftszeit10.April 0202, 17:50
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km35
Höhendifferenz780
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Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Ostern und Corona. Hochtourengruppe hat die geplante Fahrt ins Elbsandsteingebirge absagen müssen und sämtliche Tätigkeiten bis zum 18.April eingestellt. Also musste ich wohl oder übel allein losziehen. Ich habe mir ein Zielgebiet rausgesucht, dass mir bisher absolut unbekannt war: Der Hils, ein kleines Mittelgebirge südöstlich des Iths. Früh aufstehen, und um kurz nach acht war ich am Parkplatz am nordwestlichen Rande des kleinen Städtchens Delligsen. Es versprach ein sehr schöner Tag zu werden, blauer Himmel so weit das Auge reicht. Zunächst ging es ein Stückchen in den Ort hinein, über das kleine Bächlein der Wispe, und dann den ersten Berg des Hils empor, den sogenannten Röhnberg. Den Aufstieg wählte ich weglos. Oben angekommen lief ich an einem gerade erblühenden Rapsfeld entlang, querte die Sportanlagen des Örtchens Kaierde und strebte dann südwärts weiter. Einem rechts abbiegenden Hanggweg konnte ich nicht widerstehen, so kam ich in den Genuss von frischem Giersch, dann musste ich aber doch steiler bergauf zur Fahrenberghütte. Ich passierte noch den Osterfeuerplatz. Traurig sah das aus: Ein begonnener Aufbau des Feuers, dann alles stehen und liegengelassen, als die Corona-Vorschriften die Vereinsaktivitäten unterbanden. Oben angekommen eine herrliche Aussicht auf Kaierde, daneben der das ganze Talbecken dominierende Idtberg. Nach einer frustrierenden Suche nach einem Geocache überquerte ich die kleine Kuppe, stieg auf der SÜdseite steil ab und kam dann zu einer kleinen Schneise, die kurvenreich durch die Hänge des Fahrenbergs in Richtung Köhlerhütte führte. Man konnte hier sehr eindrucksvoll die eigenartige Topografie erleben. Immer wieder wurden kleine Täler angeschnitten, die sich mit Miniaturplateaus, oftmals grün bewachsen, abwechselten. An der Köhlerhütte kurzer Stopp und Start eines weiteren Multis, den ich aber weiter oberhalb wieder nicht finden konnte. Der Berg bzw. das Waldgebiet hieß Katzenbau, und ein aufgegebener Forstweg führte nun als schmaler Trampelpfad durch den Naturwald. Relativ schön, nur fehlten die Aussichtspunkte und spannenden Gipfel. Bei einer interessanten Heidestelle mit großem Kreuz erreichte ich die Holzskulpturen am Hilsbruch.
Hier war dann der spannende Teil meiner Wanderung für die nächsten 10 Kilometer vorbei. Eine endlose Forststraße führte mich bis zum sogenannten Vierpass, einer Kreuzung so ca. 2 Kilometer vom Roten Fuchs, einer Waldgaststätte auf einer Passhöhe zwischen Grünenplan und Holzen, entfernt. Einzige Ablenkung waren hin und wieder schöne Aussichten, wo die Winterstürme (Sabine und Co) den Fichtenwald umgehauen hatte. Ab Viererpass endlich etwas Abwechslung. Ein langer Wiesenstreifen aus Magerrasen mit freistehenden Fichten sorgte für fast schon alpin anmutendes Ambiente. Leider haben die Baumschubser die Wiese an vielen Stellen gnadenlos zerfurcht, es sah wirklich schlimm aus. Hier muss man wohl die Zeit ein paar Jahre arbeiten lassen, damit sich das alles wieder erholt. Ganz zum Schluss wurde der Weg sehr idyllisch, der Wald auch etwas verwunschener. Nach Querung der Passstraße am Roten Fuchs ging es hinauf zu den höchsten Bergen des Hils, der Großsohl und der Bloßen Zelle. Auf der Großsohl steht ein bemerkenswert steiler Stahlgerüstturm, der Wilhelm-Raabe-Turm, hier war auch relativ viel Publikumsverkehr, was sich danach aber auch wieder legte. Ab der Bloßen Zelle wurde der Weg dann immer schöner, und am nordwestlichsten Punkt des Hilskamms gab es den genialsten Aussichtspunkt der ganzen Wanderung. Aus ca. 460 Metern Höhe erstreckte sich ein gewaltiger 180-Grad-Ausblick, dazu war die Luft so klar und sauber, dass mit dem Fernglas die höchsten Gebäude in Hannover zu sehen waren.
Dann ging es den großen Bogen zurück ostwärts nach Delligsen. Zwei kleinere Berge mussten kurz vor Delligsen noch überschritten werden: Bocksberg und Birkholz. Letztes Highlight dann die Sicht auf Delligsen, Röhnberg und Fahrenberg, als der Wanderpfad den Wald verließ und die freien Flächen oberhalb Delligsens betrat. Nun nur noch ein paar Meter den Berg hinuntergetapert, und ich war wieder am Auto. Toole Tour, aber der Mittelteil auf der Forstraße war echt ätzend!!


Letzte Änderung : 17-Nov-2020
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