Startseite
Über Mich
AHP4
Galerie
Sehschlangen
Tourenbuch
Bookmarks
Elektronik
Bewertung
Geschichten

Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Eingehtour zum Roc de la Vache

Aufbruchszeit26.July 2021, 08:30
Ankunftszeit26.July 2021, 14:13
KategorieBergwanderung Bergwanderung
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km14
Höhendifferenz1100
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Zweiter Tourentag in Zinal. Heuten wollten wir Jens P. entgegenkommen, außerdem wollten wir Bargeld am Automaten ziehen, und so wanderten Jessica, Martin, Holger, Ronald, Jaime und ich zunächst in das Dorf Zinal. Andrea wollte sich heute schonen. Mit Jens trafen wir uns an der Bushaltestelle. Durch das Dorf östlich des Flusses stiegen wir zunächst gemütlich, dann immer steiler über die Almen Pralonzet und Cottier zu einem Panoramaweg auf, dem Chemin des Arolles. Das war schon ein gutes Stück Arbeit, und wir hatten auch ein ordentliches Tempo drauf. Ab dem Panoramaweg wurde das dann besser. Leider war es in der Höhe noch relativ neblig, aber dafür wurde es auch nicht so heiß. Eine Schlucht mit frischem Geröll mussten wir queren, eine Woche später stellten wir fest, dass diese Rinne extrem gefährlich war und der Weg deswegen auch komplett gesperrt wurde. Von den Diablos lösten sich immer wieder Felsen, die unter Getöse und riesiger Staubentwicklung in diese Rinne reinpolterten. Da möchte man dann doch nicht vor Ort sein, wenn das passiert.
Nun, wir trafen dann irgendwann auf den regulären Weg, der zur Tracuit-Hütte führt, der Weg war jetzt besser ausgebaut, und dadurch erreichten wir das Hochtal des Terrent de Barmè. Über einen kleinen Holzsteg querten wir den Bach und stiegen die letzten Meter zum Aussichtspunkt Roc de la Vache auf. Was aus dem Tal wie ein schroffer Gipfel mit steilen Abbrüchen ins Tal aussieht, entpuppt sich von oben als liebliches Wiesenplateau. Nach einer ausgiebigen Pause, bei der Ronald seine Drohne fliegen ließ, stiegen wir zum Arpittetaz-See ab, dort nochmal eine kurze Pause, ich suchte auch noch einen Geocache. Besonders spannend war der Abfluss des Sees, dort konnten wir Grashalme einem Mini-Strudel übergeben. Zunächst wirbelte der Grashalm um einen imaginären Punkt, als wäre da ein Schwarzes Loch oder eine Anomalie im Raum-Zeit-Gefüge, dann wurde der Grashalm urplötzlich verschluckt und war weg. Eine eigentlich total banale Sache, die uns aber dennoch total faszinierte. Nun setzten wir den Abstieg fort. Ein Abzweig zu einem blauen Weg versprach den kürzesten Weg zum Zeltplatz. Also dort lang! Dadurch gerieten wir in die Pas du Chasseur. Keine Ahnung, was das heißt, aber der Weg ging sehr steil durch einen tollen Arvenwald bergab. Kurz nachdem ich sagte, dass jetzt eigentlich nur noch kettenversicherte Passagen fehlten, kamen sie tatsächlich: Ausgewaschene Rinnen, extrem glatt und glitscht, in der Mitte Ketten zum Festhalten. Na das war eine Gaudi. Dass dabei auch noch Regen einsetzte, versteht sich ja von selbst. Aber wir kamen alle gut unten an. Ein paar irritierende Gegenanstiege vor der Doppelbogenbrücke über den Gletscherfluss, und schon waren wir wieder in einfachem Gelände. Aber hat Spaß gemacht. Mal sehen, was wir uns für morgen lustiges vornehmen können. ;-)
Zur Einstufung der Tour als schwer: Dies lag nur an den Kettenpassagen. VOn Arpittetaz-See ist auch ein einfacher Abstieg möglich, dann ist die Tour mittelschwer.


Letzte Änderung : 31-Dez-2020
Copyright Jens Köhler, Wolfsburg, Obere Dorfstraße 10d